Österreichs Wirte leiden

Trotz der erlaubten Öffnung der Gastronomie läuft in Österreich nicht mehr viel. Immer mehr Lokale schließen bereits nach wenigen Tagen wieder.

Von Michael Steiner

Schon vor der von der Politik verursachten „Coronakrise“ hatte es die Gastronomie nicht so leicht. Nicht umsonst gilt die Branche als eine derjenigen, die eine vergleichsweie hohe Insolvenzquote haben. Die Gewinnmargen sind gering, unter anderem auch deshalb, weil die besser frequentierten Plätze hohe Mietkosten mit sich bringen und die Steuer- und Abgabenbelastung hoch ist.

Doch nach den Zwangsschließungen infolge der Lockdownmaßnahmen der österreichischen Bundesregierung, die schon viele Gastronomen an den Rand des Ruins trieben, ist aufgrund der verordneten Zwangsmaßnahmen zum „social distancing“ und dergleichen das Geschäft weiterhin tot. Zwar dürfen Cafés, Restaurants und so weiter seit Freitag wieder öffnen, doch jene die sich dazu entschlossen haben, sehen sich mit dramatischen Umsatzeinbrüchen konfrontiert.

Laut eines Berichts von Oe24.at aus Wien beklagen sich einige Wirte, dass sie in den letzten Tagen gerade einmal zwischen 10 und 25 Prozent des üblichen Umsatzes gemacht haben. Summen, die nicht ausreichend um zu überleben und jeden Tag die Schuldenberge anwachsen lassen. Der Grund dafür: keine Touristen mehr und die Stammkunden aus den umliegenden Büros sind zumeist im Homeoffice.

Außerhalb der Innenstädte und Tourismusgebiete läuft es zwar etwas besser, doch kaum jemand erreicht derzeit Zahlen auf Vorkrisenniveau. An ein profitables Geschäft ist derzeit allerdings nicht zu denken, wie ein ORF-Bericht zeigt.

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Da stellt sich die Frage, wie es nun für diese Branche weitergehen wird. Ohne eine Anpassung auf die neuen Umstände und Konzeptänderungen wird es wohl für nicht wenige Betriebe noch schwieriger als ohnehin schon.

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Der Artikel erschien zuerst im Contra Magazin

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