Wegen US-Sanktionen: Rosneft zieht sich aus Venezuela zurück

Der russische Ölgigant Rosneft zieht sich wegen scharfer US-Sanktionen aus Venezuela zurück und stellt die Arbeit dort vorläufig ein.

Von Redaktion

Laut dem Chief Executive Officer des russischen Ölmajors Igor Sechin hat Rosneft seine Aktivitäten in Venezuela vollständig eingestellt und sich aus allen Projekten des Landes zurückgezogen, einschließlich Explorations- und Produktionsunternehmen sowie Ölfelddienstleistungsunternehmen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS.

„Im zweiten Quartal 2020 schloss das Unternehmen eine zuvor angekündigte Transaktion ab, um alle Vermögenswerte in Venezuela an ein Unternehmen zu übertragen, das sich zu 100 Prozent im Besitz der Regierung der Russischen Föderation befindet, einschließlich Beteiligungen an Projekten von Petromonagas, Petroperija, Boqueron, Petromiranda und Petrovictoria sowie Ölfelddienstleister und Handelsunternehmen. Die Aktivitäten des Unternehmens in Venezuela wurden vollständig eingestellt“, wurde Sechin zitiert.

Die Vereinbarung über den Rückzug des Unternehmens aus venezolanischen Projekten wurde laut Bericht im April geschlossen. Rosneft kündigte bereits Ende März Pläne an, den Betrieb in Venezuela einstellen zu wollen. Damit wollte man die Verhängung schärferer Sanktionen durch Washington verhindern, welches einen Regime-Change in dem südamerikanischen Land durchführen will und jede Kooperation mit der Regierung von Präsident Maduro ablehnt.

Ein Unternehmen der Russischen Föderation wird Eigentümer der Vermögenswerte von Rosneft in Venezuela sein, teilte eine Regierungsquelle TASS zuvor mit. Infolge der Transaktion wurde eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Rosneft Group Eigentümer von 9,6 Prozent der eingetragenen Stammaktien von Rosneft.

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Die staatlichen Rosneftegaz (50 Prozent plus 1 Aktie), die britische BP (19,75 Prozent) und die QH Oil Investments (18,93 Prozent) aus Katar sind die größten Aktionäre von Rosneft.

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Der Artikel erschien zuerst imContra Magazin

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