IWF: Weltwirtschaft schrumpft 2020 um 3 Prozent

Der Bericht geht davon aus, dass die Pandemie in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 nachlässt. Dieses Jahr soll es eine Schrumpfung geben, nächstes Jahr wieder ein starkes Plus.

Von Redaktion

Die Weltwirtschaft werde 2020 um 3 Prozent schrumpfen, aber im nächsten Jahr wahrscheinlich wieder um 5,8 Prozent wachsen, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF). Dies sei allerdings ein eher positives Szenario.

„Infolge der Pandemie wird die Weltwirtschaft im Jahr 2020 voraussichtlich stark um 3 Prozent schrumpfen, viel schlimmer als während der Finanzkrise 2008/09“, sagt der IWF. „In einem Basisszenario, in dem davon ausgegangen wird, dass die Pandemie in der zweiten Jahreshälfte 2020 nachlässt und die Eindämmungsbemühungen schrittweise abgewickelt werden können, wird die Weltwirtschaft im Jahr 2021 voraussichtlich um 5,8 Prozent wachsen, wenn sich die Wirtschaftstätigkeit normalisiert, unterstützt durch politische Unterstützung“, berichtet der IWF.

Gleichzeitig „besteht extreme Unsicherheit hinsichtlich der globalen Wachstumsprognose. Die wirtschaftlichen Auswirkungen hängen von Faktoren ab, die auf schwer vorhersehbare Weise zusammenwirken, einschließlich des Verlaufs der Pandemie, der Intensität und Wirksamkeit der Eindämmungsbemühungen sowie des Ausmaßes der Versorgungsstörungen, die Auswirkungen der dramatischen Verschärfung der globalen Finanzmarktbedingungen, Veränderungen der Ausgabenmuster, Verhaltensänderungen (z.B. Menschen, die Einkaufszentren und öffentliche Verkehrsmittel meiden), Vertrauenseffekte und volatile Rohstoffpreise infolge der Pandemmie“, heißt es in dem Bericht.

„Viele Länder sind mit einer vielschichtigen Krise konfrontiert, die einen Gesundheitsschock, innenwirtschaftliche Störungen, einen Rückgang der Auslandsnachfrage, Kapitalflussumkehrungen und einen Einbruch der Rohstoffpreise umfasst. Es überwiegen die Risiken eines schlechteren Ergebnisses“, stellen IWF-Experten fest.

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„Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr die schlimmste Rezession seit der Weltwirtschaftskrise erleben wird, die die während der globalen Finanzkrise vor einem Jahrzehnt beobachtete übertrifft“, sagt IWF-Wirtschaftsberaterin Gita Gopinath im Vorwort zu dem Bericht.

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Der Artikel erschien zuerst imContra Magazin

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