China wird seine wirtschaftliche Rolle verteidigen – schon jetzt?

Vor einigen Wochen noch machten sich die Börsenexperten Sorgen über Handelskonflikte oder den EU-Austritt Großbritanniens – mittlerweile ist das aufgrund des Ausbruchs der Coronakrise längst Makulatur.

Ausgerechnet im Land der Wirtschaftsmacht China kam es zum Auftakt und besonders heftigen Auswirkungen der Krise. Und jetzt? Die Nation aus Ostasien scheint schon wieder bereit dazu, global eine führende Rolle einzunehmen.

Hoffnung kommt aktuell ausgerechnet aus China

Kaum ein Thema beherrscht die noch möglichen Gespräche aktuell so sehr wie das Coronavirus. Es handelt sich um eine in dieser Form nie dagewesene Einschränkung des öffentlichen Lebens, die wirtschaftlich entsprechend große Folgen mit sich bringt. Die aktuelle Situation führte vielerorts zur Schließung aller nicht lebensnotwendigen Geschäfte und damit verbundenen Umsatzeinbußen. Die Problematik begann bereits vor Monaten in China, ehe sie zu einer weltweiten Pandemie aufstieg.

Doch ausgerechnet aus China kommen jetzt erste Signale, dass es bald wieder bergauf gehen könnte. Erstmals wurde zuletzt wieder ein Tag ohne offizielle Neuinfektionen verzeichnet, während Italien, Spanien und auch Deutschland mitten in der Krise stecken. Die Erholung in China führt dazu, dass das Ausgangsland seinen wirtschaftlichen Einfluss bald wieder einbringen können wird. Schließlich weist die ostasiatische Nation einen 17-prozentigen Anteil der Weltwirtschaft auf.

Die guten Nachrichten setzen sich auf den Währungsmärkten fort, wo der chinesische Yuan in den letzten Tagen gegenüber dem Euro zugelegt hat. Am 9. März entsprach 1 Euro noch 7,92 Yuan, jetzt sind es noch 7,58 Yuan, Tendenz weiterhin fallend. Im Forex Handel fiel das Interesse an Chinas Währung angesichts der Entwicklungen höher als zuvor aus. Hierbei geht es darum, auf die Entwicklung eines Währungskurses gegenüber einem weiteren zu spekulieren. Die Entwicklung von Yuan und Euro wird hauptsächlich durch aktuelle Nachrichten, Konjunkturdaten, Marktsentiment sowie Zentralbanken beeinflusst. Dass Chinas Währung momentan an Wert zunimmt, stärkt die Hoffnung für ein schnelles Erholen der europäischen Wirtschaft nach der Krise.

Einfluss der chinesischen Regierung vielerorts spürbar

Obwohl China also zwischenzeitlich ausgebremst wurde, hat das Land nun einen Vorteil gegenüber vielen anderen Nationen, denen die größten wirtschaftlichen Folgen des Virus erst noch bevorstehen. Einen positiven Einfluss auf die Landeswirtschaft hatte dabei vor allem die chinesische Regierung, die klare Maßnahmen ankündigte und diese auch durchsetzte.

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Schon jetzt liegen die wichtigsten Kohleversorger Chinas wieder bei einer 75-prozentigen Auslastung, die weiter ansteigt. Gleiches gilt für Containertransporte sowie anstehende Veranstaltungen, die zum Teil schon im April nicht mehr abgesagt werden. Lediglich Einreisende aus Europa müssen sich nach wie vor mit Quarantäne-Einschränkungen zurechtfinden, um das Virus nicht zurück nach China zu verbreiten.

Um den Wachstumsanteil von fast 30 Prozent der Weltwirtschaft auch in Krisenzeiten beizubehalten, investiert die Regierung viel. Vonseiten der staatlichen Banken wurden Wirtschaftskredite angefordert, die Infrastruktur des Landes setzt auf Fracht- und Importkostensenkung, es gibt einen schnelleren 5G-Netzausbau, während Policen vonseiten der Versicherer nicht gekündigt werden dürfen.

Schon nach der SARS-Epidemie 2003 und der Weltwirtschaftskrise 2008 war es jeweils China, das die Weltwirtschaft wieder ankurbeln konnte. Genau darauf sind aktuell auch Europa und die USA angewiesen, um die momentane Krisensituation wirtschaftlich bestmöglich zu überstehen. Das verglichen mit damals heute noch weit stärkere China ist zurzeit der Schlüssel, um den stockenden Wirtschaftsmotor wieder ins Laufen zu bringen.

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Der Artikel erschien zuerst imContra Magazin

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