Studie: Immer mehr Rentnern droht die Altersarmut

Immer mehr Rentner in Deutschland werden in Zukunft als arm gelten bzw. Grundsicherung beantragen können. Dies verdeutlicht eine neue Studie des DIW Berlin.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat im Auftrag der Bertelsmann Stiftung (jene, die Hartz IV quasi ausgearbeitet hat) eine Studie zur Entwicklung der Altersarmut in Deutschland ausgearbeitet. Demnach soll der Anteil der von Armut bedrohten Rentner von derzeit 16,8 auf 21,6 Prozent im Jahr 2039 steigen.

Selbst eine positive konjunkturelle Entwicklung könne hierbei kaum etwas ausrichten. Studienleiter Christof Schiller sagte: “Selbst bei einer positiven Arbeitsmarktentwicklung müssen wir mit einem deutlichen Anstieg der Altersarmut in den kommenden zwanzig Jahren rechnen.” Besonders Betroffene müssten noch besser in Arbeit gebracht werden, zudem seien Rentenreformen nötig.

Dass die etablierten Parteien jedoch in den letzten Jahren die Rentenkassen systematisch plünderten und das Rentensystem sukzessive kaputtmachten, kommt hierbei jedoch nicht zur Sprache. Denn zusammen mit Lobbyisten der privaten Versicherungswirtschaft wurde das deutsche Rentensystem sabotiert, um den Versicherungskonzernen über private Rentenpläne Unsummen zuzuschanzen.

Das Ergebnis: der Anteil von Rentnern, die zum Bezug von Mindestsicherung im Alter berechtigt sind, wird laut dieser Studie von derzeit neun auf zwölf Prozent steigen. Einen besonders starken Anstieg müssen laut DIW ostdeutsche Rentner verkraften. Liegt die Grundsicherungsquote hier derzeit noch bei 6,5 Prozent, könnte sie sich bis 2039 auf knapp 12 Prozent fast verdoppeln.

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